Sonstige Kontakte oder Ereignisse Art


Nr. 25.1
GruppeSonstige Kontakte oder Ereignisse
FeldbezeichnungSonstige Kontakte oder Ereignisse Art
DefinitionArt des Kontakts.
AusprägungenS = Sozialdienst
PS = psychoonkologische Beratung
F = Familienanamnese (NEU)
B = Empfehlung zur Vitamin B12 Substitution im Arztbrief (NEU)
G = Angebot zur genetischen Testung (NEU)
Begründung
Literatur
Meldeanlass
HinweiseEs sind nur bereits durchgeführte Ereignisse und Kontakte zu dokumentieren.


Begründung der AG Daten


Beschluss und Begründung zur Freigabe zum 2. Delphi-Konsensusverfahren:
Angenommen, das Item geht unverändert mit den neuen Ausprägungen in die 2. Delphi-Runde. Das Item 25.1 und die Gruppe 25 werden neu benannt in „25 Sonstige Kontakte oder Ereignisse“ und „25.1 Sonstige Kontakte oder Ereignisse Art“. Es wird unter den Hinweisen der folgende Text mit aufgenommen: „Es sind nur bereits durchgeführte Ereignisse und Kontakte zu dokumentieren.“

Beschluss und Begründung zur Freigabe zum 1. Delphi-Konsensusverfahren:
Familienanamnese: Die Angabe zur Familienanamnese wird in der oBDS-Gruppe 25 „Sonstige Kontakte/Ereignisse“ als Ausprägung „F = Familienanamnese“ im Feld 25.1 Kontaktart angenommen. Eine Dokumentation unter den Sonstigen Kontakten/Ereignissen (Feld 25.1 oBDS) ermöglicht eine asynchrone Meldung der Angabe. Die technische Umsetzung einer neuen Ausprägung ist in Bezug auf den Aufwand als deutlich geringer einzuschätzen als ein neues Item. Der Meldeanlass ist unklar.

Vitamin B12-Empfehlung im Arztbrief: Die Angabe zur Empfehlung der Vitamin B12-Substitution im Arztbrief wird in der oBDS-Gruppe 25 „Sonstige Kontakte/Ereignisse“ als Ausprägung „B = Empfehlung zur Vitamin B12 Substitution im Arztbrief“ im Feld 25.1 Kontaktart mit angenommen. Die Meldung „im Arztbrief“ ist asynchron zu den vorhandenen Meldeanlässen. Eine Erhebung als neue Ausprägung im Feld 25.1 bringt zusätzlich einen verringerten Aufwand der technischen Anpassung der Systeme mit sich. Die Angabe ist für den Hausarzt relevant, wodurch die Erfassung sinnvoll ist.


 

2. Delphi-Runde


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Kommentar: Ich wundere mich über die Aufnahme der neuen Ausprägungen bei weitgehend ablehnender Kommentierung. Nach wie vor ist beispielsweise nicht näher spezifiziert, was mit Familienanamnese gemeint ist. Man könnte ja wenigstens fordern, dass das bedeutet, dass die Familienanamnese mit einem in der jeweiligen Leitlinie geforderten Erfassungsinstrument erfasst wurde. Sinngemäß trifft das auch auf die anderen Ausprägungen zu - es sollte in den Leitlinie eine Rolle spielen. Und hat das Angebot der genetischen Testung nicht auch was mit einem entsprechenden genetischen Befund bzw. einer positiven Familienanamnese zu tun?

Es ist übrigens keineswegs so, dass die Aufnahme einer neuen Ausprägung a priori weniger technischen Aufwand erzeugt.
Gegenvorschlag: Mindestens bessere Spezifikation der Anwendung und des Anwendungsbereiches.

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Kommentar: Zustimmung

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Kommentar: Wohl aus technischen Gründen wird eine Restekategorie geschaffen, bei der völlig unterschiedliche Sachverhalte/Ereignisse in einem Item gemeinsam abgefragt werden. Das Stichwort "Familienanamnese" ist extrem unspezifisch. Die Vitamin-B12-Substitionsempfehlung sollte nur bei den Tumoren dokumentiert werden, wo sie medizinisch relevant ist. Was genau ist mit "Angabe zur genetischen Testung" gemeint? Aus der Kommentierung der ersten Delphi-Runde lässt sich ableiten, dass dieses Item in dieser Form eher Verwirrung schaffen dürfte.

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Kommentar: Die Ausprägung G soll vermutlich "Angebot zur genetischen Testung (NEU)" statt "Angabe zur genetischen Testung (NEU)" heißen. So ist das Item im Modul Ovarialkarzinom bezeichnet.

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Kommentar: Ablehnung, da zu wenig präzise und items z.T. nicht begründet

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Kommentar: Ablehnung

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Kommentar: Landeskrebsregister NRW: wir stehen den zusätzlichen Ausprägungen weiterhin skeptisch gegenüber, da wir den Mehrwert für die Krebsregistrierung im Verhältnis zum Aufwand der Melder nicht sehen.

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Kommentar: Einverstanden.

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Kommentar: Rückmeldung aus dem Krebsregister Sachsen-Anhalt:
Wir lehnen dieses Item weiterhin klar ab. Die Aufnahme der Ausprägungen "Familienanamnese" und "Vit. B12" erhöht lediglich den Dokumentationsaufwand. Zudem wird erwartet, dass diese Felder häufig unzureichend befüllt werden. Darüber hinaus bieten in der jetzigen Form sie keinen Mehrwert für die Versorgungsforschung.
Die Angabe zur Durchführung der genetischen Testung ist für die Krebsregister irrelevant. Entscheidend ist vor allem die Ergebnisse der Testung. Diese sind bereits meldepflichtig.

Gegenvorschlag: Streichung der zusätzlichen Ausprägungen.

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Kommentar: Bei den Ausprägungen B und G bitten wir um Ergänzung der relevanten Entitäten.

Bei G ist zu beachten, dass die Ausprägung in dieser Form missverständlich ist und hiermit das "Angebot zur genetischen Testung" bei Ovarialkarzinomen gemeint ist. Es ist zu beachten, dass es auch bei anderen Entitäten "Fragebögen zum genetischen Risiko" gibt. Diese sollten zu dieser Angabe abgegrenzt werden.

Die Ausprägung Familienanamnese sollte weiter ausgeführt werden, da in der Regel bei allen Tumoren die Familienanamnese abgefragt wird. Wir vermuten, dass mit dieser Ausprägung die Kennzahlen 7 und 8 bei Darm abgefragt werden sollen. Sinnvoller wäre eine Umsetzung als "ausgefüllter Patientenfragebogen Darm". Leider ist dann aber keine Angabe möglich, ob dieser positiv oder negativ war, deshalb unser Gegenvorschlag.


Gegenvorschlag: B = Empfehlung zur Vitamin B12 Substitution im Arztbrief (NEU) - bitte um Ergänzung "nur bei Magenkarzinom"
G = Angabe zur genetischen Testung (NEU) --> "Angebot zur genetischen Testung (nur bei Ovarialkarzinom)"
F = Familienanamnese (NEU) - Aufnahme im Modul Darm: 2 Felder: Datum ausgefüllter Patientenfragebogen (Familienanamnese) und Patientenfragebogen (positiv oder negativ)

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Kommentar: s. Kommentare Delphi I: Die Item-Änderungen werden mangels Evidenz (vorher zu ermitteln!), im Interesse der Datensparsamkeit und angesichts des steigenden Verarbeitungsaufwandes abgelehnt. Häufig führt die Dokumentation zusätzlicher Ausprägungen zur wiederholten Übermittlung ansonsten identischer Meldungen zu einem erheblichen Mehraufwand sowohl bei meldenden Einrichtungen als auch im Krebsregister ohne erkennbaren Nutzen.

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Kommentar: Bei den Ausprägungen B, G und F bedarf es einer Zuordnung zu den relevanten Entitäten.
Ereignisse und Kontakte: Angabe zur genetischen Testung, Familienanamnese und Empfehlung B12 in dieser Kategorie (Kontaktart)?
G = Genetische Testung (NEU): Besser Humangenetische Testung, da sonst missverständlich. Was ist gemeint? Testung selbst? Angebot zur humangenetischen Testung (z.B. Ovarial-CA oder Mamma-CA?)
F = Familienanamnese (NEU): Was ist gemeint? Ist der Fragebogen ausgefüllt? Ist die FA positiv? Letzteres sinnvoll.
B = Empfehlung zur Vitamin B12 Substitution im Arztbrief (NEU), spielt nur bei Magen eine Rolle


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Kommentar: Ablehnung. Die Versorgungsrelevanz der aufgenommenen Items geht gegen Null. Die Dokumentation wird absehbar unvollständig sein.
Gegenvorschlag: Nicht aufnehmen

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Kommentar: Rückmeldung vom MII-Modulteam Onkologie: Bedingte Zustimmung. Die Aufnahme der neuen Ausprägungen (F, B, G) wird inhaltlich begrüßt. Allerdings ist die Vergabe weiterer proprietärer Ausprägungsvariablen auf Basis deutscher Schreibweisen (S, PS, F, B, G) nicht mehr zeitgemäß — insbesondere mit Blick auf den europäischen Datenaustausch (EHDS). Stattdessen sollten etablierte internationale Terminologien wie SNOMED CT verwendet werden, um Interoperabilität sicherzustellen. Beispielsweise existiert für die genetische Beratung bereits der SNOMED-CT-Code 788339009 (Genetic consultation), der im MII-Kerndatensatzmodul Molekulares Tumorboard verwendet wird.
Gegenvorschlag: Gegenvorschlag: Ergänzung um folgende Ausprägungen:
- Vorstellung an einem Molekularen Tumorboard (MTB)
- Vorstellung an einem spezialisierten Forschungsnetzwerk (z.B. nNGM, DKTK, DNPM)
- Einschluss in das Modellvorhaben Genomsequenzierung (MVGenomSeq)

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Kommentar: Die Ausprägung „G=Angabe zur genetischen Testung (NEU)“ lehnen wir ab.
Begründung: Die Ausprägung wird nicht definiert und begründet. Es bleibt völlig offen, was dokumentiert werden soll.
Wenn sich die Ausprägung auf das ANGEBOT einer humangenetischen Testung bezieht, lehnen wir diese Angabe mit der Begründung ab, dass es sich um einen reinen Prozess-Indikator handelt und geben zu bedenken, dass vor Aufnahme dieser Angabe mindestens die Rechtslage in Bezug auf Speicherung (human)-genetischer Informationen in den LKR vollständig geklärt sein sollte.

Zudem ist beim Übertrag der Ausprägung vom Modul Ovar ein FEHLER passiert: Es heißt nicht ANGABE zur genetischen Testung sondern ANGEBOT zur genetischen Testung.

Zudem möchten wir erneut an unsere Kommentare aus der ersten Runde erinnern. Zu diesen Vorschlägen wurde keine Stellung bezogen.



 

1. Delphi-Runde


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Kommentar: Ablehnung in dieser Form. Wir sollten stattgehabte Versorgung und nicht Emphehlungen dokumentieren.

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Kommentar: Beide neuen Ausprägungen repräsentieren keine Kontakte wie die bisherigen Ausprägungen.

Die Familienanamnese ist nicht begründet. B12 bisher nur vom Magen bekannt. Warum B12 nicht im Modul Magen?


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Kommentar: Ablehnung.

Die Information, dass eine Familienanamnese erhoben wurde ohne Kenntnis zu Umfang (kurze Frage vs. standardisierter Patientenfragebogen) und Ergebnis, bringt ebenso wie eine Empfehlung zur B12-Substitution keinen Mehrwert für die Versorgungsqualität.

Auch wenn der Aufwand durch die Ergänzung von weiteren Ausprägungen zu einem bestehenden Item gering erscheinen mag, müssen trotzdem diverse Systeme (Melderportal, Schnittstellen, krebsregisterinterne Software) angepasst werden. Ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis ist aus meiner Sicht nicht gegeben.

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Kommentar: Hamburgisches Krebsregister:
Das Hinzufügen neuer Ausprägungen zu einem bestehenden Feld verursacht wenig Umstellungsaufwand. Allerdings fehlt die Evidenz zur Erfassung i.R. der flächendeckenden klinischen Krebsregistrierung, daher werden die Änderungen abgelehnt.
Gegenvorschlag: Evidenz könnte im Rahmen einer prospektiven Studie ermittelt werden.

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Kommentar: Die Gruppe Kontaktart sollte komplett abgeschafft werden, da keinerlei Relevanz für klinische Krebsregister, es bildet lediglich die Prozessqualität in der Klinik ab.

Gegenvorschlag: Bei Beibehaltung der Kontaktart bitte Psychoonkologisches Distress-Screening einführen.
VitaminB12-Substitution und Familienanamnese sind als Kontakt unplausibel und sollten gestrichen werden.


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Kommentar: Ablehnung, keine Relevanz und schwer umsetzbar für die flächendeckende Krebsregistrierung
Die neuen Ausprägungen bieten keinen Informationswert. z.B. F=Familienanamnese => Soll das heißen 1. Es wurde eine Familienanamnese durchgeführt (wird im 4. Semester gelehrt)? 2. Die Familienanamnese ist positiv. Was ist dann die Definition von positiv? Alle Krebsarten in der Familie? Spezifische/assoziierte Krebsarten?

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Kommentar: Ablehnung:
FA: Es ist völlig unklar mit welchen Erhebungsinstrumen die Familienanamese erhgoben wird. Das Item ist dasher für Versorgungszwecke als auch für Forschung wertlos.
V-B12: DIe Begründung ist "Die Angabe ist für den Hausarzt relevant, wodurch die Erfassung sinnvoll ist". Die Frage ist doch, ob die Erfassung dieses Items durch Krebsregister die Versorgung in irgendeiner Art und Weise verbessert.


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Kommentar: Die Erweiterung der Ausprägungen schadet nicht, bringt aber auch keinen Mehrwert für die Abbildung der Versorgungsqualität. Deshalb wird das Item abgelehnt.

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Kommentar: Landeskrebsregister NRW:
Ein grundlegender Beitrag zur Darstellung der Versorgungssituation ist mit den neuen Ausprägungen nicht geleistet. Auch wenn das Item aufwandsarm zu dokumentieren zu sein scheint, sollten wir die Datensparsamkeit nicht aus den Augen verlieren, denn ein wirklicher Nutzen ist aus unserer Sicht nicht gegeben.

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Kommentar: KKRBB:
1.) Die Ausprägung „Familienanamnese“ enthält in dieser Form keinen Informationswert. Als Mehrwert für die Krebsregisterdaten wäre zu werten, wenn man wüsste, ob die Familienanamnese positiv ist. Hierbei müssten aber jeweils die Definitionen pro Tumorentität berücksichtigt werden. Die alleinige Angabe, ob erhoben, ist wenig aussagekräftig und nicht standardisiert.
Auch zur Berechnung von QI 1 KRK ist die Ausprägung in dieser Form nicht ausreichend (besonderer Fragebogen gefordert).
2.) Die Ausprägung „Empfehlung zur Vitamin B12 Substitution im Arztbrief“ passt nicht zum Item „Kontaktart“. Wäre nicht auch an eine Umsetzung unter Therapieempfehlung denkbar? Unabhängig davon plädieren wir dafür, primär stattgehabte Therapien aufzunehmen, hier wäre an eine Dokumentation unter systemischen Therapie zu denken.


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Kommentar: Umsetzung wird nicht befürwortet.
Eine vollständige Erfassung dieser Merkmale ist unwahrscheinlich. Damit sind auch valide Auswertungen dazu fraglich.
Zudem ist nicht angegeben mit welchem Meldeanlass diese Felder gemeldet werden sollen und ob eine Ergänzung der DM mit diesen Angaben ggf. eine erneute Vergütung auslösen würde.
Insgesamt für eine flächendeckende Krebsregistrierung nicht geeignet.


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Kommentar: Die neuen Ausprägungen werden abgelehnt, denn sie bieten keinen wirklichen Informationswert für die Versorgungsqualität insgesamt., sondern bilden nur die aktuelle Prozessqualität ab.
Man sollte die Datensparsamkeit nicht aus dem Blick verlieren.

Sprecherschaft des Doku-Netzwerks der Plattform 65c



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Kommentar: Rückmeldung vom Krebsregister Sachsen-Anhalt:
Die Ausprägung „F“ sollte genauer beschrieben werden. Bei der Familienanamnese handelt es sich unserer Meinung nach, nicht um eine Kontaktart.
Die Relevanz der Empfehlung zur Vitamin B12-Substitution ist für uns nicht nachvollziehbar.
Gegenvorschlag: Rückmeldung vom Krebsregister Sachsen-Anhalt:
Vielleicht könnte die Ausprägung "Familienanamnese" durch die Kontaktart „Humangenetische Beratung“ ersetzt werden?
Als Alternative zur Ausprägung "Empfehlung zur Vitamin B12 Substitution im Arztbrief" schlagen wir die Ausprägung "Ernährungsberatung" vor.

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Kommentar: - Bitte um Streichung PS=Psychoonkologische Beratung, diese wurde vom psychoonkologischen Distress-Screening bei der DKG-Zertifizierung abgelöst
- Tippfehler: Familieanamnese -> FamilieNanamnese
- Die Gruppe/Datenstruktur + Feldbezeichnung müsste umbenannt werden. Es handelt sich hier um Ereignisse, nicht ausschließlich Kontakte
- Ziel der Auswertung hinsichtlich B12, sowie Familienanamnese unklar (Kein Leitlinienbezug)
- Bezüglich 25.2 KontaktStatus ist n=nein, Kein Kontakt zwielichtig
- Begründung/Hinweise sind spärlich
Gegenvorschlag: - Aufnahme Distress-Screening
- Streichung psychoonko. Beratung, B12
- Umbenennung Struktur Kontakte -> Ereignisse


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Kommentar: Die neuen Ausprägungen F und B sollten nicht aufgenommen werden (s. Gegenvorschlag).
Diese Angaben sollten gemäß dem Gebot zur Datensparsamkeit nicht im Krebsregister dokumentiert werden, da sie nur zur Evaluation der Prozessqualität aber nicht zur Evaluation der Ergebnisqualität beitragen.

Gegenvorschlag: Anstelle der vorgeschlagenen Ausprägungen F und B sollte die neue Ausprägung "E = Ernährungsberatung" aufgenommen werden.
Ausprägung für Kontaktart/Ereignisart:
E = Ernährungsberatung
Definition:
Im Rahmen der Erst-, Rezidiv- oder Folgebehandlung soll angegeben werden, ob eine Ernährungsberatung erfolgt ist. Eine Angabe zum Ernährungsscreening ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich und darf nicht mit der Ernährungsberatung gleichgesetzt werden.
Ziel und Nutzen:
Eine frühzeitige Ernährungsberatung hat einen wesentlichen Einfluss auf den Krankheitsverlauf und die Prognose und ist mindestens genauso wichtig wie eine psychoonkologische Beratung und der Kontakt zum Sozialdienst.
Die Ernährungsberatung ist inzwischen Bestandteil der meisten leitliniengerechten, onkologischen Behandlungen (https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/uebersicht ) und auch Voraussetzung für Zertifizierungen.
Zudem gibt es eine S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ von 2015, die z.Zt. ausführlich überarbeitet wird (https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/073-006OL#anmeldung , abgerufen am 08.08.2025).