Vollständiger Pathologiebericht bei Lymphonodektomie


Organ Zervix
FeldbezeichnungVollständiger Pathologiebericht bei Lymphonodektomie
DefinitionVollständige Angabe zu:
- Zahl befallener LK im Verhältnis zu entfernten LK
- Zuordnung zur Entnahmelokalisation (pelvin/paraaortal)
- Angabe der größten Ausdehnung der größten LK-metastase in mm/cm
- Angabe des Fehlens/Nachweises eines Kapseldurchbruches der LK-metastase
- Nachweis von isolierten Tumorzellen oder von Mikrometastasen
AusprägungenJa
Nein
Begründung QI 3 der Leitlinie Version 2.2, 03/2023
Literatur Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Zervixkarzinom, Langversion 2.2, AWMF-Registernummer: 032/033OL, Stand März 2022
Meldeanlass


Begründung der AG Daten


Beschluss und Begründung zur Freigabe zum 2. Delphi-Konsensusverfahren:
Abgelehnt, das Item wird gestrichen. Alle Items zum vollständigen Pathologiebericht werden abgelehnt. Der Dokumentationsaufwand wird als sehr hoch eingeschätzt, da alle Informationen zunächst vorliegen müssen, um die Vollständigkeit zu beurteilen. Dafür wäre ein Screening aller auch nicht strukturierter Pathologiebefunde notwendig.

Beschluss und Begründung zur Freigabe zum 1. Delphi-Konsensusverfahren:
Pathologiebericht vollständig ja/nein wird als Item aufgenommen. Es kommt bei den Entitäten Rektum-, Kolon-, Anal-, Magen-, Ösophagus-, Ovarial-, Zervix- und dem Hepatozellulären Karzinom zur Anwendung. In sehr vielen S3-Leitlinien ist ein QI enthalten, mit dem überprüft werden soll, ob der jeweilige histopathologische Befundbericht vollständig ist. Je nach Entität sind die Inhalte, die für einen vollständigen Bericht gefordert werden, unterschiedlich. Um alle diese unterschiedlichen Inhalte detailliert erfassen zu können, wären viele neue Items notwendig. Dies würde die Dokumentationslast deutlich erhöhen. Zur Vereinfachung wird daher das Information „Pathologiebericht vollständig ja/nein“ abgefragt werden.